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XXL
Augenfleckbuntbarsch "Gold spotted sp."
Heros sp. "gold spotted"

#2 Erfolgreiche Aquaristik:

Das geschulte Auge des Aquarianers

Hallo lieber Aquarianer,

im letzten Newsletter haben wir etwas aus dem Nähkästchen unserer über 50-jährigen Aquarianer-Laufbahn geplaudert. Uns ist es ein Anliegen, dass die Aquarien unserer Kunden „funktionieren“ und damit Freude bereiten.

Regelmäßige Wassertests sind ein wichtiger Baustein, um grundlegende Parameter abzufragen. Wenn diese Werte, insbesondere pH, NO2 und KH, stimmen, hat man schon etwas gekonnt. Dies ist aber nur ein Baustein für das Aquarium als biologisch aktiven Lebensraum für Fische und Wirbellose.

Die Aquarianernase ist ein gutes „Messgerät“, um sich einen Eindruck über die Biologie des Aquariums zu schaffen.

Heute geht es um das geschulte Auge des Aquarianers. Auch hier lässt sich die Wahrnehmung im Laufe der Zeit entwickeln. Für uns als Profis beginnt der Tag mit einem Rundgang durch die Anlage, indem wir jedes unserer mehrerer Hundert Aquarien mittels Sichtprüfung kontrollieren.

Geophagus-Erdfresser mit schillernden Flossen und Fadenfortsätzen im dunklen Aquarium
Nahaufnahme von Wurzelholz und Steinen mit feinen Pflanzenwurzeln im Aquarium

Worauf achten wir?

  • Wie sind die Tiere gefärbt? Zeigen sie Farben- und Flossenpracht?
  • Sind die Tiere scheu oder kommen sie neugierig an die Frontscheibe?
  • Sind Schwarmfische straff im Verbund oder entspannt verstreut im Becken unterwegs?
  • Sind Oberflächenfische, z. B. Beilbauchsalmler, auch tatsächlich an der Oberfläche oder eher in anderen Regionen des Aquariums?
  • Wie ist das Verhalten untereinander? Sind z. B. Skalare, Diskus, Cichliden etc. friedlich in der Gruppe oder dominieren einzelne Tiere das Aquarium?

    Sie sehen, es wird hier vielschichtiger und wir sind im Bereich Fischgesundheit und Sozialverhalten der Tiere angelangt, wobei sich beides gegenseitig beeinflusst. Sind Tiere durch ungünstige Aquarienverhältnisse im Stress, wird deren Immunsystem geschwächt und öffnet damit Krankheiten Tür und Tor.
Schmetterlingsbuntbarsch mit orangem Bauch frontal zwischen Wasserpflanzen im Aquarium

Andererseits belohnen „gechillte“ Tiere den Aquarianer mit tollen Farben, interessantem Sozialverhalten und gerne mal mit Nachwuchs, was immer ein besonderes Erlebnis ist.

🐟 Eine blasse Färbung ist i. d. R. ein Zeichen von Stress, ebenso wenn Tiere scheu oder schreckhaft sind. Ein „überzogenes“ Schwarmverhalten kann übrigens auch ein Zeichen von Stress sein. Dies kann z. B. vorkommen, wenn der Fischbesatz ungünstig ist.

🔆 Die Lichtstärke ist ebenso ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden der Tiere. Gerade Panzerwelse und L-Welse mögen eher eine moderate Beleuchtung. Die Einrichtung von Hell- und Dunkelzonen kann hier vieles bewirken.

🌊 Die Wasserströmung sollte man auch im Blick behalten und auf den Fischbesatz abstimmen.

🪹 Das Beckenlayout mit Unterständen, Höhlen, Verstecken und Rückzugsmöglichkeiten ist ein weiterer zentraler Faktor zum Wohlbefinden der Tiere. Oftmals genügt den Tieren das Wissen um die Rückzugsmöglichkeit, um Scheu abzulegen. Artgerechte Einrichtung und Ästhetik sind kein Gegensatz. Wir finden sogar, dass sich dies eher positiv bedingt.

Kleiner Salmlerschwarm vor grünen Wasserpflanzen über Kiesboden im Aquarium

Unsere Empfehlung

Wir können hier nur die Themen kurz anreißen, mit dem Ziel, Ihnen vielleicht einen kleinen Input zu geben – Vertrauen Sie auf Ihre Sinne!

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Dann antworten Sie uns ganz einfach auf diese E-Mail oder chatten Sie mit uns bei Whatsapp!

Mit besten Grüßen aus der Wasserwelt